Der Papageien- und Sittichschutzverein Coburg betreibt in Neustadt-Meilschnitz eine Auffangstation für exotische Vögel. Hier finden Papageien und Sittiche ein neues Zuhause, wenn ihre bisherigen Halter sie nicht mehr versorgen können. Eine neu gegründete Stiftung soll die Arbeit des Vereins langfristig sichern.
Neustadt bei Coburg - Papageien faszinieren durch ihre Intelligenz, ihre Farben und ihre außergewöhnlichen Persönlichkeiten. Doch ihre Haltung bedeutet auch eine Verantwortung, die viele Jahrzehnte dauern kann. Einige Arten erreichen ein Alter von 60 bis 80 Jahren. Was also passiert mit einem Tier, wenn sein Besitzer erkrankt, zu alt für die Versorgung wird oder verstirbt?
Genau hier beginnt die Arbeit des Papageien- und Sittichschutzvereins Coburg e. V. In seiner
Auffangstation im Neustadter Ortsteil Meilschnitz nimmt der gemeinnützige Verein Papageien und Sittiche auf, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihren bisherigen Haltern bleiben können.
Unter den Bewohnern befinden sich Amazonen, Kakadus und zahlreiche weitere Papageien- und Sitticharten. Viele Tiere haben bereits eine lange Geschichte hinter sich. Einige wurden jahrelang einzeln gehalten, andere verlieren aufgrund veränderter Lebensumstände ihr bisheriges Zuhause.
In Meilschnitz sollen sie nicht einfach nur untergebracht werden. Ziel ist eine möglichst artgerechte Haltung mit ausreichend Platz, Beschäftigung und vor allem Kontakt zu Artgenossen.
In großzügigen Innen- und Außenvolieren können die Vögel fliegen, klettern und miteinander kommunizieren. Manche Tiere finden hier nach langer Einzelhaltung erstmals wieder einen passenden Partner.
Viel Arbeit hinter den Kulissen
Die Versorgung der Tiere bedeutet einen erheblichen und regelmäßigen Aufwand. Die Vögel müssen gefüttert, die Volieren gereinigt und instand gehalten und die Tiere regelmäßig beobachtet und betreut werden. Hinzu kommen Tierarzt-, Energie- und Reparaturkosten.
Neben speziellem Vogelfutter werden frisches Obst, Gemüse und Salat benötigt. Ein großer Teil der Arbeit wird von den Mitgliedern und Helfern ehrenamtlich geleistet.
Finanziert wird der Verein vor allem durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Patenschaften. Deshalb ist die Auffangstation auf Menschen angewiesen, die ihre Arbeit unterstützen - finanziell, durch Futterspenden oder durch aktive Mithilfe.
Eine Stiftung für die Zukunft
Um die Versorgung der Tiere und den Fortbestand der Auffangstation auch langfristig abzusichern, hat der Papageien- und Sittichschutzverein Coburg eine eigene Stiftung gegründet.
Sie soll dazu beitragen, die Arbeit des Vereins dauerhaft auf eine stabile finanzielle Grundlage zu stellen.
Gerade bei Papageien ist langfristiges Denken entscheidend. Ein Tier, das heute aufgenommen wird, kann noch viele Jahrzehnte Betreuung benötigen. Die Stiftung soll deshalb helfen, den Schutz und die Versorgung der Tiere auch in Zukunft sicherzustellen.
Unterstützung ist willkommen

Der Verein freut sich über neue Mitglieder, Patenschaften, Futterspenden, finanzielle Unterstützung und freiwillige Helfer, beispielsweise für die regelmäßig anfallenden Futterdienste.Auch Führungen für Gruppen, Vereine oder Schulklassen sind nach vorheriger Absprache möglich.
Wer die Auffangstation besucht, erkennt schnell, dass hinter jedem Tier eine eigene Geschichte steckt - und dass es viel Engagement braucht, diesen besonderen Vögeln dauerhaft ein Zuhause zu geben.
Persönlich vor Ort
Sie möchten uns kennenlernen, haben Fragen zum Verein oder interessieren sich für eine Mitgliedschaft, Patenschaft oder andere Möglichkeiten der Unterstützung?
Wir sind jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr persönlich vor Ort. Am ersten Sonntag im Monat sind die Öffnungszeiten von 10 bis 15 Uhr erweitert.
Interessierte und Besucher sind herzlich willkommen. Unsere Ansprechpartner vor Ort beantworten gerne alle Fragen rund um den Verein, die Auffangstation, eine Mitgliedschaft und die verschiedenen Möglichkeiten, unsere Arbeit zu unterstützen.
Papageien- & Sittichschutzverein Coburg e. V.
Industriestraße 13 · Neustadt-Meilschnitz
www.papagei-coburg.de